Krankenversicherung von Asylsuchenden, vorläufig Aufgenommenen und Schutzbedürftigen

Asylsuchende, die nicht selbst für ihren Unterhalt aufkommen können (Grossteil der Asylsuchenden), haben Anspruch auf Sozialhilfe. Die Ausrichtung dieser Unterstützungsleistungen erfolgt durch die Kantone oder Gemeinden bzw. durch beauftragte Dritte. Die Krankenversicherung (Grundversicherung gemäss KVG) ist im Rahmen der Sachleistungen darin enthalten, es existieren hier jedoch unterschiedliche kantonale Versorgungsmodelle.

Die Kantone können gemäss Artikel 82a des Asylgesetzes die Wahl der Versicherer einschränken, bestimmte Versicherer bestimmen sowie auch die Wahl der Leistungserbringer (gemäss Art. 36-40 des KVG) einschränken. Asylsuchende Personen sind im „Erstversorgermodell“ versichert und müssen zuerst den ihnen zugewiesenen Erstversorger-Arzt/-Ärztin aufsuchen.
Ausnahmen: Ärztinnen und Ärzte der Pädiatrie, der Gynäkologie und der Augenheilkunde können selber ausgewählt werden.

Asylsuchende, vorläufig Aufgenommene und Schutzbedürftige ohne Aufenthaltsbewilligung, welche keine Erwerbstätigkeit ausüben, sind vom Zeitpunkt der Wohnsitznahme an in der AHV/IV versichert (vgl. Wegleitung des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV über die Versicherungspflicht in der AHV/IV).