Gesetzliche Grundlagen und Möglichkeiten der medizinischen Versorgung für Sans-Papiers

Menschen ohne legale Aufenthaltsbewilligung haben, neben den Grundrechten auf Bildung und auf Hilfe in Notlagen, auch im Arbeitsrecht und im Bereich der Sozialversicherungen gewisse Rechtsansprüche.

  • Arbeitgeber sind verpflichtet erwerbstätige Sans-Papiers bei der AHV und IV anzumelden sowie sie gegen Unfall zu versichern. Lohnansprüche aus einem Arbeitsvertrag sind gerichtlich durchsetzbar.
  • Sans-Papiers sind verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschliessen.
  • Krankenkassen sind verpflichtet, alle Personen, die sich länger als 3 Monate in der Schweiz aufhalten, in die obligatorische Krankenversicherung aufzunehmen.
  • Versicherte Sans-Papiers haben, in Abhängigkeit des Versicherungsmodells, Anrecht auf dieselben Leistungen wie versicherte Personen mit legalem Aufenthalt.

In der Praxis zeigt sich jedoch, dass nur wenige Sans-Papiers wirklich versichert sind.
Erfahren Sie hier, warum oft kein Versicherungsschutz besteht und welche Faktoren den Zugang zur Gesundheitsversorgung einschränken.

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