Finanzierung

Eine Studie des BAG belegt den Rechtsanspruch auf interkulturelles Übersetzen

Die öffentliche Hand ist verpflichtet, den Zugang zur Gesundheitsinfrastruktur diskriminierungsfrei auszugestalten: Niemandem darf infolge mangelnder Sprachkenntnisse eine medizinisch indizierte Behandlung vorenthalten bleiben. Die öffentliche Hand muss dafür sorgen, dass die Aufklärung im Vorfeld eines medizinischen Eingriffs in einer für den Patienten oder die Patientin verständlichen Sprache erfolgt, sodass die Einwilligung in den Eingriff auf freier Willensentscheidung basiert. Diese Verpflichtung gilt bei fremdsprachigen Personen unabhängig von Aufenthaltsrecht oder ausländerrechtlichen Status.Gutachten zuhanden des Bundesamts für Gesundheit, Direktionsbereich Gesundheitspolitik, Fachbereich Migration und Gesundheit

Diese Aufklärungs- und Informationspflicht gilt sowohl für medizinische Fachpersonen in öffentlichen Spitälern als auch für Privatärzte und -ärztinnen in eigener Praxis oder in Privatspitälern.

Wer bezahlt die Dolmetschdienstleistungen?

Diese Frage ist nicht umfassend geklärt. In der zitierten BAG Studie werden folgende Möglichkeiten dargelegt: