Interkulturelles Dolmetschen

Interkulturelles Dolmetschen ist eine mündliche Übersetzungsleistung, die in einer Trialogsituation zwischen (medizinischer) Fachperson, der Patientin/dem Patienten und der dolmetschenden Fachkraft stattfindet.
Interkulturell Dolmetschende verfügen neben Kenntnissen der örtlichen Amts- und der Dolmetschsprache in der Regel auch über eigene Migrationserfahrungen und damit über fundierte Kenntnisse der Lebenswelt des Herkunftslandes und der Aufnahmegesellschaft. Sie kennen das schweizerische Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen, aber auch die entsprechenden Strukturen des Herkunftslandes aus eigener Erfahrung. Durch diese Kompetenzen können Missverständnisse vermieden und eine vertiefte Kommunikation ermöglicht werden. Interkulturell Dolmetschende unterstehen der Schweigepflicht.

Ich habe durch die Arbeit mit interkulturell Dolmetschenden sehr viel gelernt für mich selber. Sie hat mir geholfen, Vorurteile abzubauen und meine Patienten besser zu verstehen. Es ist auch immer erstaunlich, wie ein Mensch plötzlich anders wirkt, wenn er in seiner eigenen Sprache sprechen kann. Häufig wirkt dann diese Person nicht mehr resigniert und verzweifelt, vielmehr werden ihre Ressourcen und Lebensfreude sichtbar. Das war für mich sehr bereichernd.

- Peter Flubacher, Pensionierter Hausarzt, Basel

Broschüre von Interpret: GesundheitsTRIALOG